Fallstudie: zwei Wassernebel-Turbinen FT10e für Recyclingbetriebe in Sizilien 

Im Sommer und Herbst 2020 haben wir von EmiControls zwei Brandbekämpfungsturbinen des Modells FT10e nach Sizilien ...
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Im Sommer und Herbst 2020 haben wir von EmiControls zwei Brandbekämpfungsturbinen des Modells FT10e nach Sizilien geliefert. Ihr neuer Bestimmungsort: die Recycling Anlagen Ecorek und Rekogest nahe Palermo.

Die beiden Recyclingzentren Ecorek und Rekogest (Teil der LVSGROUP) befinden sich auf der Insel Sizilien, in der Nähe von Palermo. Ecorek hat sich auf die Verarbeitung von Plastikmüll spezialisiert. Der Müll wird vor Ort sortiert und zu 700-800 kg Gebinden an verschiedene Partner geliefert, die dann die restliche Weiterverarbeitung übernehmen. Rekogest hingegen verwertet und verwaltet Abfälle für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Da vor einigen Jahren ein Feuer die Lagerhalle eines zur Gruppe gehörenden Betriebs zerstört hat, war die Führung auf der Suche nach einer geeigneten und sicheren Brandschutzlösung für seine Betriebe.

 

Herausforderung und Lösung
Die größte Herausforderung bei beiden Betrieben stellt der Platzmangel und die Größe des Außenlagers dar. Die ideale Brandschutz-Lösung darf die Arbeiten im Betrieb nicht unterbrechen und muss trotzdem alle kritischen Punkte schützen.


Links: Luftaufnahme des Betriebs „Ecorek“ ; Rechts: Luftaufnahme des Betriebs „Rekogest“

Nach einem ersten Lokalaugenschein unseres Projekt Managements wurde folgendes Konzept entwickelt: für beide Betriebe ist das Dach des Bürogebäudes die ideale Position der Brandbekämpfungsturbine FT10e, da von dort aus das ganze Außen-Areal abgedeckt werden kann. Durch die erhöhte Position werden Arbeitsabläufe nicht gestört, der Wasserstrahl der Turbine erreicht aber trotzdem ungehindert alle kritischen Punkte. Die Bedienung der Turbine kann entweder über das fest montierte Bedienpult oder mittels Fernsteuerung vorgenommen werden. Der Kunde kann dabei selbst entscheiden, wo das Bedienpult aufgebaut wird. Zudem können beide Maschinen einfach und unkompliziert an die bereits vorhandene Wasserversorgung angeschlossen werden.

 

Umsetzung bei Rekogest
Um die Turbine zu positionieren und einsatzbereit zu machen, wurde eine 4 Meter hohe Plattform am Dach des Bürogebäudes aufgebaut. Die FT10e steht auf einer Gesamthöhe von rund 10 Metern, der Wasserstrahl kann dadurch fast das ganze Areal erreichen. Das fest montierte Bedienpult befindet sich im Bürogebäude.


Grafik: Der rote Kreis stellt den Wirkungsbereich der Turbine dar. Der zu schützende Lagerplatz kann von der Turbine perfekt abgedeckt werden.


Das Foto zeigt die Turbine auf Plattform am Dach des Bürogebäudes von Rekogest.

Umsetzung bei Ecorek
Bei Ecorek konnte die Turbine direkt auf das Dach der Lagerhalle montiert werden. Das Bedienpult wurde dabei fest auf dem Dach neben der Turbine montiert, da man von dort aus, die beste Übersicht über das Gelände hat. Zudem gibt es auch noch eine Fernbedienung, die es ermöglicht auch die Turbine aus großer Distanz zu steuern.


Grafik: Auch hier stellt der rote Kreis den Wirkungsbereich der Turbine dar - der Lagerplatz kann optimal geschützt werden. Unweit der Turbine ist das externe Bedienpult positioniert.


Das Foto zeigt die FT10e am Dach von Ecorek. Um die Statik zu gewährleisten und die Gewichtsverteilung zu optimieren, wurde sie auf eine Schienenkonstruktion gesetzt.

Erfahrungswerte und Zukunftsaussichten
„Da wir in beiden Betrieben hauptsächlich im Außenbereich lagern, konnten wir kein traditionelles Sprinklersystem installieren. Auf der Suche nach einer alternativen Lösung sind wir auf die Brandbekämpfungsturbinen von EmiControls aufmerksam geworden. Dank der Turbine können wir nun die gesamte Fläche von einem zentralen Punkt aus abdecken– ideal für unsere Anforderungen.“ so Herr Rubino, Eigentümer der beiden Betriebe.

„Zudem ist die Turbine multifunktional: im Sommer benutzen wir sie an beiden Standorten zur Kühlung der Ware und des Areals – so können wir effizient Brände vorbeugen und gleichzeitig unseren Mitarbeitern ein angenehmeres Arbeitsklima gewährleisten“.

Die Gruppe hat bereits weitere Standorte in Planung, wo angedacht wird, diese mit denselben Schutz-Maßnahmen auszustatten.


Das Foto visualisiert die Kombination aus Sprühstrahl (innen) und Wassernebel zum Kühlen (außen) der Brandbekämpfungsturbine.

Infos zur Brandbekämpfungsturbine FT10e
Die Turbine ist mittig mit einer Monitordüse ausgestattet und erreicht damit einen Wirkungsbereich von rund 50 Metern. Am Außenring sind 20 Quadrijet Düsen angebracht, welche das Wasser zu einem feinen Nebel zerstäuben. Wassernebel kann dem aufkommenden Brand die Hitze schnell entziehen und hat zudem die Fähigkeit, Objekte zu umhüllen. Damit erreicht dieser auch sehr versteckte Brandherde. Die FT10e verfügt über eine 360° Schwenkung und kann die Wassernebelturbine von -19° bis +43° neigen. Sie kann an eine bestehende Brandmeldezentrale angeschlossen werden oder auf Wunsch aber auch manuell bedient werden.

Durch die Kombination von Düsenring und internem Monitor ergeben sich verschiedenste Sprühbilder, die dann je nach Situation zum Kühlen oder Löschen (nah oder fern) angewandt werden können. Die Brandbekämpfungsturbine funktioniert auch mit Schaum und eignet sich hervorragend zum Niederschlagen von Gasen.