Fire Fighting

So funktioniert die Brandbekämpfung mit Wassernebel

Wassernebeltechnologie

Warum ist Wassernebel so effektiv im Kampf gegen das Feuer? Wassernebel erzielt beim Löschen von Feuer einen höheren Kühleffekt und benötigt gleichzeitig weniger Wasser. Mehr dazu erfährst du hier.

Wassernebel hat gegenüber dem herkömmlichen Wasserstrahl den zentralen Vorteil, dass dieser überall hinkommt und damit sehr effizient kühlen und löschen kann. Das funktioniert so: Die Turbine zerstäubt das Wasser zu einem feinen Nebel. Im Vergleich zu herkömmlichen Monitoren (Düsentechnik) entstehen bei Brandbekämpfungsturbinen Tropfen von geringerer Größe, die mittels Propeller versprüht werden. Der Vorteil von solch kleineren Tropfen ist, dass sie eine größere Wasseroberfläche und damit eine größere Wärmetransportoberfläche bilden. Der feine Nebel hat zudem eine geringere Sedimentationsgeschwindigkeit und kann die Brandobjekte gut umhüllen. Oft erreicht er so auch versteckte Brandherde, die dem traditionellen Löschstrahl unzugänglich sind.

Dem Brandherd kann dank dem Wassernebel mehr Wärme entzogen werden und der Kühleffekt wirkt sich positiv auf die direkte Umgebungstemperatur aus. Zudem werden Rauch- und Rußpartikel durch den Wassernebel schneller gebunden und niedergeschlagen.

Durch die Verwendung der Turbine kann die Wurfweite des Wassernebels um ein Vielfaches erhöht werden, und das bei geringem Wasserdruck. Zudem funktionieren Brandbekämpfungsturbinen mit Wasser, Schaum oder einem Wasser-Schaum-Gemisch.

Wir bieten folgenden Lösungen

Brandbekämpfung und Brandschutz mit Wassernebel

Eine optimale Kühlwirkung kann entweder durch Bildung einer Barriere oder durch direkte Beaufschlagung und gleichmäßige Verteilung an der Oberfläche des zu kühlenden Objektes erzielt werden. Ein ausgezeichneter Löscheffekt ergibt sich auch dank der hohen Kühlwirkung des direkt in die Flammen eingebrachten Wasser-Aerosols und durch das Aufbringen des Löschmittels direkt auf die brennende Fläche. Hier findest du eine Übersicht der unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten von Brandbekämpfungsturbinen.

Vorteile des Wassernebels

Die feinen Tropfen verbinden sich sehr gut mit den Rauch- und Rußpartikeln und bringen diese zu Boden. Gleichzeitig ist der Bedarf an Wasser wesentlich geringer als für andere Systeme wie zum Beispiel Sprinkleranlagen. In Summe wird also bei diesem System aus einer geringeren Wassermenge eine größere Wasseroberfläche erzeugt, die Feuer, Hitze und Rauch effizienter bekämpft.

In folgenden Bereichen kann die Brandbekämpfung mit Wassernebel angewendet werden

Anwendungsgebiete

Das mögliche Einsatzspektrum für unsere Brandbekämpfungsturbinen in der Praxis ist groß und reicht vom Chemiesektor (wo neben der Brandbekämpfung vor allem auch die Niederschlagung von Schadstoffen im Vordergrund steht) über Recyclingbetriebe bis zu Firmen mit Lagerbereichen mit hoher Brandlast (wie zum Beispiel Flugzeughangar, Tanklager von Raffinerien, holzverarbeitende Industrie, etc.) oder Hochspannungswerken.

Wirkungsprinzipien von Wassernebel

Wirkungsprinzipien

Beim Einsatz von Wassernebel finden zur selben Zeit mehrere Löscheffekte statt, welche für die Verbrennung erforderlichen Bedingungen derart zerstören, dass die Verbrennreaktion zum Erliegen kommt.

1. Kühleffekt
Die große Wasseroberfläche der kleinen Tropfen schafft die Voraussetzung für einen optimalen Energieaustausch zwischen Wassernebel und Umgebung. Bei Zutritt zum Brandherd entzieht der Wassertropfen dem Feuer so lange Wärmeenergie, bis die Verdampfung eintritt. Von allen bekannten Löschmitteln besitzt Wasser die höchste Verdampfungsenthalpie (2442 J/g)

2. Inertisierungseffekt
Der Wassernebel wird mit der Luft in den Brandherd hineingetragen und verdampft dort schnell aufgrund der großen Hitze. Durch die ernorme Vergrößung des Volumens der Wassertropfen bei deren Verdampfung wird der Sauerstoff am Brandherd verdrängt - somit erstickt das Feuer. 

Zusätzliche positive Nebeneffekte sind die Gasniederschlagung, die Rauchgasauswaschung, der Personenschutz (da Wassernebel so schnell wie kein anderes Mittel Temperatur absenkt und Rauchgase auswascht) sowie das Kühlen von Objekten. 

TAF = Turbine Aided Firefighting

Video

Ein Testversuch, durchgeführt von der MPA Dresden 2012 in Ungarn auf dem Trainingsgelände der Raffinerie MOL, zeigt die Effektivität der Turbine im Löschen und Kühlen von Feuer. Getestet wurde die Brandbekämpfungsturbine an einer 160 m2 großen Fläche mit 2.400 l Benzin, die in Brand gesetzt wurde (350MW HHR - 1% AFFF Schaum). Der Testversuch ist der größte dokumentierte Brandversuch mit Wassernebel in Europa.

Unsere Brandbekämpfungsturbinen funktionieren prinzipiell mit Wasser, Schaum oder einem Wasser-Schaum-Gemisch. Der Wassereinsatz lässt sich je nach Sprühbild zwischen 100 und 4.700 Litern pro Minute variieren.